10. November 2026
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Kundendienst & Service
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Philipp Descovich
Ersatzteilumsatz steigern: Warum Kunden woanders kaufen und welchen Grund du beheben kannst
Wer den Ersatzteilumsatz steigern will, muss wissen, warum Aufträge zum Händler gehen. Es gibt drei Gründe: Preis, Lieferzeit und wie einfach sich bestellen lässt. Trenne sie, finde den teuersten und behebe den, der in deinem eigenen Portal liegt.
Ein Instandhalter braucht für eine deiner Maschinen ein neues Rückschlagventil im Kühlmittelrücklauf. In deinem Ersatzteilportal sucht er nach „Ventil Kühlmittelrücklauf 3/4 Zoll“ und findet nichts. Die Hotline ist besetzt. Ein Händler beantwortet dieselbe Anfrage innerhalb einer Stunde, und die Bestellung geht dorthin. Dabei lag das Ventil die ganze Zeit in deinem Lager.
Warum es sich lohnt, den Ersatzteilumsatz zu steigern
Um dein Ersatzteilgeschäft zu kämpfen, lohnt sich. Bain hat 2021 Industrieunternehmen untersucht: Im Schnitt entfallen 35 % des Umsatzes und 60 % des Gewinns auf Services. BCG beziffert die Bruttomarge auf Ersatzteile und Verbrauchsmaterial 2025 auf etwa die Hälfte des Umsatzes. Und der Service bleibt stabil, wenn das Neugeschäft einbricht: Laut einer Studie des Kundendienst-Verbands KVD und Roland Berger von 2026 sinkt der Serviceumsatz typischerweise nur um fünf bis acht Prozent, wenn der Produktumsatz um 30 % fällt.
Jedes Ventil, das ein Kunde beim Händler kauft, ist also Marge, die dir fehlt. Wer den Kundendienst leitet, weiß meist, dass ein Teil der installierten Basis woanders bestellt. Schwerer zu sehen ist, warum. Es gibt drei Gründe: den Preis, die Lieferzeit und die Einfachheit der Bestellung. Jeder verlangt eine andere Lösung, und auf jeden hast du unterschiedlich viel Einfluss. Deshalb trennst du sie zuerst.
Bei Normteilen entscheidet der Preis
Manche Teile sind Normteile. Eine Dichtung, eine Verschraubung oder einen Sensor mit Herstellernummer verkaufen auch Händler, oft günstiger, und wer nach dieser Nummer sucht, findet ihr Angebot. Ein Teil deiner installierten Basis kauft solche Teile immer nach Preis. Dieser Abfluss gehört zum Geschäft mit Normteilen; wie groß er ist, entscheidet deine Preisgestaltung. Wie du diese Preise setzt, ist ein eigenes Thema. Markiere vorerst in deinem Katalog die Teile mit einer Herstellernummer, zu der ein Händler ein Angebot machen kann. Über diese Aufträge entscheidet der Preis.
Die Lieferzeit ist eine Frage der Logistik
Der zweite Grund ist die Entfernung. Du lieferst aus einem Zentrallager, der Händler hat das Teil ein paar Kilometer weiter im Regal. Steht beim Kunden eine Maschine still, zählt morgen früh mehr als übermorgen, ganz gleich zu welchem Preis. Schließen lässt sich diese Lücke mit regionalen Lagern, mit Konsignationslagern bei großen Kunden oder mit schnellerem Versand, und jedes davon kostet Geld. Das entscheiden die Leute, die dein Lagernetz verantworten. Schreib dir auf, welche verlorenen Aufträge eilig waren: Über sie hat die Lieferzeit entschieden.
Wie einfach sich bestellen lässt, liegt bei dir
Der dritte Grund ist der aus dem Beispiel. Der Instandhalter hat weder Preise noch Liefertermine verglichen. Er hat im Portal nichts gefunden und beim Händler gekauft, weil der Händler schneller geantwortet hat. Auf diesen Grund hast du von den dreien den direktesten Einfluss: Das Portal, die Suche darin und die Zeit bis zum Angebot liegen bei dir.
Eine leere Trefferliste heißt selten, dass der Katalog leer ist. Das Ventil war da, unter seiner Artikelnummer und der Bezeichnung, die die Konstruktion dafür vergeben hat: „Rückschlagventil DN20 PN16“. Der Kunde hat eingegeben, was er an der Maschine gesehen hat. Warum dabei nichts herauskommt und wie du die Lücke schließt, erklärt der Beitrag darüber, warum die Suche in deinem Ersatzteilportal null Treffer liefert. Dieselbe Lücke steckt hinter der Hotline. Versagt das Portal, landet die Anfrage im Ersatzteilvertrieb, und zwei Tage Warten auf ein Angebot erledigen den Rest.
Kunden geben ins Portal ein, was sie an der Maschine haben: ein paar Stichworte, die Zeichen, die auf einem abgegriffenen Etikett noch lesbar sind, die Seriennummer der Maschine, manchmal ein Foto. Ein Portal, das nur auf die exakte Artikelnummer reagiert, weist das meiste davon ab, und ein zweites Mal versucht es kaum ein Kunde. Das kannst du an einem Nachmittag in deinem eigenen Portal prüfen. Nimm zehn aktuelle Hotline-Anrufe, gib jeweils ein, was der Anrufer als Erstes gesagt hat, und zähl, wie oft die Suche das Teil findet. Jeder Fehlschlag ist ein Auftrag, den du leicht verlieren konntest. Mit welchen Begriffen du anfängst, zeigt dir das Hotline-Protokoll.
Welcher der drei Gründe dich am meisten kostet, siehst du an der installierten Basis. Nimm eine Produktlinie und schätze für jede Maschine im Feld, wie viele Ersatzteilaufträge du nach Alter und Betriebsstunden erwarten würdest. Leg die Aufträge daneben, die tatsächlich gekommen sind. Die Differenz geht woanders hin. Dann ruf fünf Kunden an, die wenig bestellen, und frag jeden nach fünf Dingen:
- Wo sie kaufen: welche Teile für deine Maschinen sie zuletzt woanders gekauft haben.
- Was den Ausschlag gab: der Preis, die Lieferzeit oder ob sie das Teil gefunden haben.
- Wo sie es zuerst versucht haben: in deinem Portal, bei deiner Hotline oder nirgends.
- Was dort passiert ist: wonach sie gesucht haben und was zurückkam.
- Was den Auftrag gehalten hätte: das eine, wegen dem sie bei dir bestellt hätten.
Fünf Gespräche sind keine große Stichprobe, aber sie zeigen dir, welchen Grund du zuerst angehst. Liegt es an der Bestellung, gehört die Lösung in das Portal, das deine Kunden schon nutzen. Find durchsucht deinen eigenen Katalog und arbeitet neben deinem ERP und CMMS. Für OEMs läuft es als Suche im Teileportal oder Shop, den du schon hast. Partium Find identifiziert das Ersatzteil aus allem, was du an der Maschine gerade hast: Foto, Typenschild, Code, ein paar Stichworte oder Stückliste. An Preis und Lieferzeit ändert es nichts. Im ENGEL-Ersatzteilportal finden Techniker ihre Teile dank der KI-Ersatzteilsuche von Partium selbst. Das Ergebnis: weniger Anrufe bei der Hotline, mehr Bestellungen direkt im Shop und mehr Angebotsanfragen. Lies, wie ENGEL es nutzt.
Fang mit einer Produktlinie an: Vergleiche erwartete mit tatsächlichen Ersatzteilaufträgen und sprich mit fünf Kunden, die wenig bestellen. Nennen sie die Bestellung als Grund, dann buch dir eine Demo und sieh dir an, wie Find mit den Suchen deiner Kunden umgeht, auf unserem Demo-Katalog oder auf einem Auszug aus deinem.
Sieh es dir an einem Katalog wie deinem an.
Wir zeigen dir Partium live, auf unserem Demo-Katalog oder auf einem Auszug aus deinem.